Info Flora ist eine gemeinnützige, privatrechtliche Stiftung zur Dokumentation und Förderung der Wildpflanzen in der Schweiz. Gründungsmitglieder der Stiftung sind die Stadt Genf, Pro Natura, die Schweizerische Botanische Gesellschaft (SBG) und die Schweizerische Akademie der Naturwissenschaften (sc-nat). Sitz der Stiftung ist in Genf.

 

 

 

 

 

 

Myotis myotis

Kenntnisstand: Gut. Die Literatur über die Fledermäuse ist sehr umfangreich. Es existieren mehrere nationale und kantonale Projekte über diese Tiergruppe.
Anzahl nachgewiesene Arten: 30, davon 27 einheimisch (autochthon)
Anzahl Arten auf der Roten Liste: 26 (Koordinationsstellen Ost und West für Fledermausschutz in Duelli, 1994)
Ökologische Merkmale: Diese Tiergruppe ist an stark strukturierte und diversifizierte Lebensräume gebunden und besiedelt die Regionen von den Tieflagen bis hinauf zur alpinen Stufe. Im Sommer befinden sich die Unterschlüpfe an warmen Standorten (Gebäude, Baumhöhlen, Felswände und Höhlen). Im Winter werden kühlere und feuchtere Standorte bevorzugt (Höhlen, Felswände, Keller, Baumhöhlen). Gut die Hälfte der Arten ist bezüglich der Wahl der Unterschlüpfe stark an Strukturen gebunden, die von den Menschen geschaffen wurden (Gebäude).

 

Weltweit sind über 17 000 Arten beschrieben. Vermutlich gibt es aber mindestens 20 000 Arten. Die mittlere Körperlänge liegt bei weniger als 10 mm. Eine der kleinsten Arten ist die in Südamerika beheimatete Stachellose Biene Trigona duckei mit nur 1,5 mm Länge. Die mit 39 mm größte dürfte Megachile pluto sein, die in Indonesien vorkommt. 

Weitere Merkmale der Bienen sind:

  • Starke Behaarung am Körper und an den Beinen
  • Antennen gekniet und aus 12 bzw. 13 Gliedern bestehend
  • Mundteile zu einem Rüssel umgestaltet, dessen drei Abschnitte eingezogen werden können. 
  • Hinterer Basitarsus (Metatarsus, 1. Fußglied) ist nicht zylindrisch, sondern abgeflacht und breiter als die folgenden Tarsenglieder. 
  • Ausbildung von Pollentransportapparaten an Beinen und Metasoma (Gesamtheit der Hinterleibssegmente einschließlich Propodeum).
  • Kuckucksbienen haben keinen Sammelapparat
  • Für die Larven werden Nester angelegt, deren Brutzellen mit Pollen und Nektar, bei einigen wenigen auch mit Blumenölen, verproviantiert werden. (Einige Trigona-Arten verwerten Aas.)
  • Nach der Ausbildung der Glossae unterscheidet man Kurzzungenbienen (Stenotritinae, Colletinae, Andreninae, Halictinae, Melittinae) und Langzungenbienen (Megachilinae, Apinae).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wildbienen

So manches Insekt, das in unseren Gärten, Wiesen und Wäldern fleißig Nektar sammelt und Blüten bestäubt, sieht der bekannten Honigbiene zwar ähnlich, gehört aber zu den Wildbienen, wozu auch die Hummeln zählen. Neben der Honigbiene, ist die artenreiche Wildbienenfauna mit ihrer großen Vielfalt an Lebensweisen, Farben und Formen ebenfalls zur langfristigen Sicherung der Bestäubung unserer Wild- und Kulturpflanzen enorm wichtig. In Deutschland gibt es etwa 560 verschiedene Bienenarten, von der vier Millimeter kleinen Steppenbiene bis zur 40 Millimeter großen, schwarzblauen Holzbiene. Die meisten Wildbienen leben nicht in Staaten, sondern als Solitärbienen. Sie nisten in Erdhöhlen, Totholz und Pflanzenstengeln, manche Spezialisten aber auch in leeren Schneckengehäusen oder in alten Pflanzengallen. Wieder andere bauen frei stehende Nester aus Pflanzenharz oder mineralischem Mörtel.

Hier lacht das Insektenherz

Was dem Naturliebhaber in Baumärkten unter dem Begriff "Insektenhotel" begegnet, spottet absolut jeder Beschreibung. Von Praxistauglichkeit kann hier nicht einmal ansatzweise die Rede sein. Das einzige, das sich hier mit beängstigender Geschwindigkeit füllt, sind nicht etwa die Nistgänge, sondern lediglich der Geldbeutel der Anbieter. Leider kennen viele Konsumenten nur diese entomologischen Horrorszenarien und halten sie daher für die Norm. Sinnvoll konstruierte Nisthilfen für solitäre Wildbienen und Wespen sind rare, kostbare Perlen, umso mehr ist es wichtig sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. Alle folgenden Beispiele werden mit Sicherheit zu einem hohen Grad besiedelt werden und die Wildbienen werden sich bei ihrem Anblick nicht einen Milzriss vor lauter Lachen holen.

 

 

 

 

 

 

Die karch hat die Aufgabe, Aktivitäten, die der Erforschung und dem Schutz einheimischer Amphibien und Reptilien dienen, fachlich zu unterstützen und wo immer möglich zu koordinieren. Hauptziel ihrer Tätigkeiten ist letztlich die Verbesserung der Lebensbedingungen einheimischer Amphibien und Reptilien und die Erhaltung der Arten und Populationen in der Schweiz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Anlage von Biodiversitätsförderflächen (BFF)ist Teil des Ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) gemäss Direktzahlungsverordnung (DZV). Die Erfüllung des ÖLN ist Voraussetzung für den Erhalt von Direktzahlungen. 
Die Landwirtschaftsbetriebe müssen einen Anteil an BFF von mindestens 7 % (3.5 % für Spezialkulturen) der landwirtschaftlichen Nutzfläche ausweisen.